AIDS & Business Vorbilder dringend gesucht
Berlin - Die Zuhörer waren wie gelähmt. Nüchtern referierte Catherine Hankins von UNAIDS die neuesten AIDS-Statistiken der Vereinten Nationen. Epidemic update nennt sich lakonisch ihr Bericht. Danach leben derzeit 42 Millionen Menschen infiziert mit der Immunschwäche HIV/Aids auf der Erde, allein 2002 kamen fünf Millionen Neuerkrankungen dazu und 3,1 Millionen Menschen starben in diesem Jahr an der Seuche, die so schrecklich wirkt, wie im Mittelalter die Pest.
Noch erschreckender ist die Brandmarkung eines ganzen Kontinents durch die Epidemie. Allein im südlichen Afrika gelten 29,4 Millionen Menschen als HIV/Aids-infiziert, 58 Prozent davon sind Frauen. Unter Männern zwischen 25 und 44 Jahren gilt dort Aids inzwischen als Todesursache Nummer eins.
Manager aus aller Welt lauschten fröstelnd den Statistiken der Uno-Mitarbeiterin. Der Anlaß: ein Lernforum der Uno im Rahmen des "Global Compact", das ist ein Bündnis, das die Vereinten Nationen mit der Geschäftswelt suchen. Die Mitglieder dieses Uno-Gremiums verpflichten sich freiwillig, mehrere ethische Grundprinzipien einzuhalten. Dazu gehören auch die vorbeugende Umwelt- und Gesundheitspolitik in allen Ländern, in denen sie tätig sind.
In Südafrika jährlich 1 Millionen Aids-Tote?
Der nächste Referent beunruhigte nicht minder. Bernhard Seitz vom Stuttgarter Institut für Management und Technologie trug Fallstudien vor, wie die Zukunft von HIV/AIDS allein in Südafrika vorhergesagt wird.
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