Al-Qaida-Gerüchte Bin Laden operiert und zu neuem Terror bereit
Hamburg - Atwan erklärte in seiner Zeitung, Bin Laden sei bei einem britisch-amerikanischen Bombenangriff auf die Berghöhlen von Tora Bora im Osten Afghanistans vergangenen Dezember durch einen Bombensplitter an der linken Schulter verletzt worden. Der derzeit meistgesuchte Mann der Welt soll sich daraufhin einer Operation unterzogen haben. Nach dem Eingriff habe sich Bin Laden gut erholt und sei am Leben.
Wo sich Bin Laden operieren ließ, und wo er sich zurzeit aufhält, wollte Atwan nicht mitteilen. Nur so viel ließ er wissen: Aus Bin Laden nahe stehenden Quellen habe er erfahren, dass dieser sich erst dann wieder über Video an die Öffentlichkeit wenden wolle, wenn die Terrororganisation al-Qaida "ihren nächsten Angriff auf die USA" durchführe.
Zur derzeitigen Strategie der al-Qaida sagte Atwan, momentan konzentriere sich Bin Laden darauf, die "anti-amerikanische Stimmung" in der arabischen Welt auszunutzen, die durch die geplante Militäraktion der USA gegen den Irak entstanden sei.
Berichte, wonach der Terroristenführer nierenkrank sei, sind nach Aussage Atwans nicht zutreffend. Es sei "vorstellbar", dass Bin Laden sich in Pakistan aufhalte. "Er hat dort gute Beziehungen zu den Taliban und den Stämmen", sagte der Chefredakteur.
Die Äußerungen Atwans wurden von der britischen Regierung mit Skepsis aufgenommen. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe nach wie vor keine Hinweise darauf, ob Bin Laden "tot oder lebendig" sei. Die angeblich guten Informationen Atwans seien lediglich "weitere Behauptungen".