Probleme durch Schneefall Evakuierung in Aleppo wird fortgesetzt
Busse für die Evakuierung in Aleppo
Foto: STR/ APGeduldsprobe in Aleppo: Heftiger Schneefall verzögerte am Mittwoch zunächst die Evakuierung der letzten bisherigen Rebellengebiete im Osten der syrischen Stadt Aleppo. Doch später gab es neue Hoffnung für die Tausenden Menschen. Denn die mit dem Regime von Baschar al-Assad verbündete libanesische Hisbollah teilte mit, die Evakuierung könne in den nächsten Stunden abgeschlossen werden. Ob dies tatsächlich geschieht, ist allerdings unklar.
Ein AFP-Reporter im westlichen Stadtteil Ramussa, durch den in den vergangenen Tagen Tausende Menschen aus dem Osten in Sicherheit gebracht wurden, hatte bis zum Mittag keinen Konvoi gesehen. Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmonds in roten Uniformen hielten sich mit ihren weißen Krankenwagen bereit.
Nach Angaben von Ahmad al-Dbis, dem Leiter eines Teams von Ärzten und freiwilligen Helfern, wurde ein Konvoi aus 31 Bussen und ca. hundert anderen Fahrzeugen vorbereitet. Bereits am frühen Morgen hatten etwa 150 Menschen in zwei Bussen und drei Krankenwagen den Ostteil Aleppos verlassen können.
Nach Angaben des an den Evakuierungen beteiligten Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verließen bislang mindestens 25.000 Menschen Ost-Aleppo, das bewaffnete Gruppen seit 2012 gehalten hatten. Seriöse Angaben darüber, wie viele Menschen sich dort noch aufhalten, sind kaum möglich.
Syrische Regierungssoldaten hatten den Osten der nordsyrischen Großstadt in der vergangenen Woche nach einer von der russsischen Luftwaffe unterstützten Offensive eingenommen.