Amnesty-Bericht: Cheney ist beleidigt - DER SPIEGEL
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Amnesty-Bericht Cheney ist beleidigt

US-Vizepräsident Dick Cheney fühlt sich durch den Bericht von Amnesty International zur Lage der Gefangenen in Guantanamo beleidigt. Die Menschenrechtsorganisation hatte das US-Lager auf Kuba als modernen "Gulag" bezeichnet.
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Washington - In dem Bericht waren den USA schwere Menschenrechtsverstöße vorgeworfen und die Schließung des Lagers gefordert worden, in dem sogenannte feindliche Kämpfer festgehalten werden. "Wenn Amnesty International irgendwie andeutet, dass die USA Menschenrechte verletzten, dann kann ich sie nicht ernst nehmen", sagte Cheney in einem Interview in der CNN-Sendung "Larry King Live". "Ehrlich, ich fühlte mich beleidigt", fügte der Stellvertreter von George W. Bush hinzu.

Vor ihm hatte bereits Generalstabschef Richard Myers den Amnesty-Bericht als "absolut unverantwortlich" verurteilt. Die Behandlung der Gefangenen und die Verhörmethoden der USA werden seit langem kritisiert. Für Aufsehen und heftige Proteste in der muslimischen Welt hatten Berichte über Koranschändungen in Guantanamo gesorgt. Das Pentagon hat sie als falsch bezeichnet. Cheney erklärte, Gefangene in Guantanamo würden "gut behandelt, menschlich und anständig".