Amtseinführung: Bush droht Protest - DER SPIEGEL
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Amtseinführung Bush droht Protest

Mehrere Gruppen wollen die Amtseinführung von George W. Bush stören. Sicherheitskräfte rechnen mit den größten Protestkundgebungen seit 30 Jahren.
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Washington - Die Demonstranten kündigten an, sie wollten trotz ihrer unterschiedlichen Ziele am Samstag eine Reform des Wahlsystems fordern. Ein Organisator der Demonstrationen, Bob Rogers, erklärte, viele gemäßigte Bürger fragten sich, warum Bush Präsident geworden sei und warum seine nominierten Minister aus dem rechten Lager stammten. Er erwarte bis zu 20.000 Demonstranten. Viele Gruppen planten organisierte Proteste, andere wollen ihre Mitglieder in der Menge verteilen, weil sie so keine Genehmigung der Behörden benötigten.

Die Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft. Die Polizei rechnet mit der größten Zahl von Demonstranten seit den Anti-Vietnam-Protesten 1973. 7.000 Polizisten und acht Kilometer lange Absperrungen sollen verhindern, dass die Zeremonie vor dem Kapitol gestört wird. Erstmals sollen Teilnehmer der Parade zum Weißen Haus an Kontrollposten der Polizei und des Geheimdienstes ihre Taschen durchsuchen lassen. Gegen die Durchsuchungen hatten die Aktivistengruppen am Freitag erfolglos geklagt.

Bush tritt als 43. Präsident der USA die Nachfolge von Bill Clinton an. In Anwesenheit der Kongressabgeordneten und der Richter des Obersten Gerichtshofs wird er im Kapitol in Washington vereidigt. Die Zeremonie beginnt um 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit), im Anschluss an einen Gottesdienst für Bush, den designierten Vizepräsident Dick Cheney und ihre Ehefrauen in der Kirche St. John's am Lafayette-Platz. Danach ist eine Parade auf der Pennsylvania Avenue geplant.