Jersey City: Angriff auf jüdischen Laden wird als Terrorfall behandelt - DER SPIEGEL
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Anschlag in Jersey City Angriff auf jüdischen Laden wird als Terrorfall behandelt

Der Anschlag auf einen jüdischen Laden in Jersey City wird von den amerikanischen Behörden als Akt des Terrors behandelt. Motive der Verdächtigen seien Antisemitismus und eine Abneigung gegen die Polizei gewesen.
Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, verlässt die jüdische Schule neben dem koscheren Laden einen Tag nach dem Anschlag
Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, verlässt die jüdische Schule neben dem koscheren Laden einen Tag nach dem Anschlag

Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, verlässt die jüdische Schule neben dem koscheren Laden einen Tag nach dem Anschlag

Foto: Kevin Hagen/ AP
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Der schwere Angriff auf einen jüdischen Laden bei New York wird von den US-Behörden als Terrorfall behandelt. "Die Hinweise deuten auf einen Akt des Hasses hin" sagte der Generalstaatsanwalt von New Jersey, Gurbir Grewal. Die Ermittler glauben, dass die Motive der mutmaßlichen Täter Antisemitismus und eine Abneigung gegen die Polizei gewesen seien.

Am Dienstag hatten zwei Schützen drei Zivilisten in dem Geschäft und zuvor einen Polizisten getötet. Schließlich starben sie bei einer Schießerei mit der Polizei. Grewal bestätigte am Donnerstag, dass die mutmaßlichen Täter Interesse an der teilweise antisemitischen Gruppe der "Schwarzen Hebräer" gezeigt hätten. Dies bedeute noch nicht, dass sie tiefe Verbindungen gehabt hätten.

Grewal sagte, dass in dem Supermarkt eine Vielzahl an Waffen gefunden worden sei, auch eine Waffe im Stil des halbautomatischen Gewehrs AR-15. "Sie hatten ein enormes Waffenarsenal", sagte Grewal.

"Sie hatten ein enormes Waffenarsenal"

Die Ermittler hatten den Ort kurz nach der Tat als zufällig bezeichnet, erst später gesagt, dass der Ort aktiv ausgewählt worden sei, aber zunächst nicht von antisemitischen Motiven gesprochen.

Der Bürgermeister von Jersey City, Steven Fulop, bezeichnete die Attacke schon am Mittwochabend als Hassverbrechen. "Antisemitismus sollte klar und deutlich und sofort als das benannt werden, was es ist", sagte Fulop laut der "New York Times ". Er ist der Enkel von Überlebenden des Holocausts.

Auf Twitter schrieb er: "Ich bin froh, dass wir es jetzt als das bezeichnen, was es war. Mit jedem Tag, der verging, wurde die Wucht, die mit der Bezeichnung einhergeht, geringer. Zu oft sind Menschen zögerlich, Hass klar zu benennen, weil sie jemand anderen damit beleidigen könnten. Das war Antisemitismus; dieser hat keinen Platz in unserer Gemeinde, Stadt, Staat, Land."

höh/dpa