Angst vor Bioterrorismus: USA decken sich mit Pockenimpfstoff ein - DER SPIEGEL
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Angst vor Bioterrorismus USA decken sich mit Pockenimpfstoff ein

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Washington - Aus Sorge vor einem möglichen bioterroristischen Anschlag mit Pockenviren hat die US-Regierung 155 Millionen Impfstoffeinheiten gegen diese Krankheit bestellt. Der am Mittwoch unterzeichnete Vertrag mit der britischen Firma Acambis bringt die Gesamtzahl der Impfdosen, die in den USA bis Ende nächsten Jahres verfügbar sind, auf 286 Millionen. Das heißt, dass im Fall eines Anschlags mit dem eigentlich als ausgestorben geltenden hoch ansteckenden Erreger praktisch für jeden US-Bürger Impfstoff bereitsteht.

"Die Wahrscheinlichkeit einer absichtlichen Freisetzung von Pockenviren ist gering", erklärte US-Gesundheitsminister Tommy Thompson. "Aber das Risiko existiert, und wir müssen vorbereitet sein." Derzeit verfügt die US-Regierung über 77 Millionen Impfeinheiten. Weitere 54 Millionen waren bereits vor dem neuem Auftrag bestellt.

Die neue Bestellung kostet Washington 428 Millionen Dollar (950 Millionen Mark). Die Summe ist niedriger als die 509 Millionen Dollar, die US-Präsident George W. Bush ursprünglich vom Kongress zur Bezahlung der Impfstoffe gefordert hatte.

Pocken sind in den USA seit 1949 nicht mehr aufgetreten. In den achtziger Jahren wurde die Krankheit für weltweit ausgerottet erklärt. Sicherheitsexperten haben aber Bedenken geltend gemacht, dass sich Terroristen eventuell in den Besitz der Viren bringen und diese dann freisetzen könnten.

Die Pockenimpfung kann noch vier Tage nach einer Ansteckung angewendet werden. Eine Wiederaufnahme der 1972 beendeten Routineimpfungen gegen Pocken ist nach offiziellen Angaben aber nicht geplant.

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