Anschlag: Sieben Verletzte im Baskenland - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Anschlag Sieben Verletzte im Baskenland

Der Terror geht weiter. Knapp eine Woche vor den spanischen Parlamentswahlen ging jetzt in San Sebastian eine Autobombe hoch. Bei dem Anschlag auf eine Polizeistreife, für den die Behörden die baskische Untergrundorganisation verantwortlich machen, wurden zwei Beamte und fünf Zivilisten verletzt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

San Sebastian - Die Terroristen ließen nach Angaben des Madrider Innenministeriums die Autobombe in der nordspanischen Küstenstadt am Montagabend per Fernzünder explodieren, als ein gepanzertes Fahrzeug der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil passierte. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe einer größeren Polizeikaserne im Stadtteil Intxaurrondo der nordspanischen Küstenstadt.

Eine 27-jährige Beamtin, die sich in dem Streifenwagen befunden hatte, erlitt mittelschwere Verletzungen. Die übrigen Opfer wurden leichter verletzt. Keines von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Einzelne Teile des Polizeiwagens wurden durch die Explosion in einem Umkreis von 50 Metern verstreut. In zahlreichen Gebäuden der Umgebung zerbrachen die Fensterscheiben.

Dies war der dritte Anschlag, der auf das Konto der Eta gehen soll, seit die Organisation Ende vorigen Jahres ihre "Waffenruhe" aufgekündigt und zur Strategie des Terrors zurückgekehrt war. Im Januar ermordeten Terroristen in Madrid mit einer Autobombe einen Offizier der spanischen Streitkräfte. Ende Februar wurden in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria der sozialistische Politiker Fernando Buesa und dessen Leibwächter bei einem Attentat getötet.

Die Eta kämpft für die Unabhängigkeit des Baskenlands. Bei Anschlägen der Organisation wurden seit 1968 mehr als 800 Menschen getötet.