Argentinien Präsidentin Kirchner an Krebs erkrankt
Argentiniens Staatschefin Kirchner: Krebsoperation im Januar
Foto: DANIEL GARCIA/ AFPBuenos Aires - Bis zum 24. Januar soll sie eine Ruhepause einlegen, danach wird offenbar die Rückkehr von Cristina Fernández de Kirchner in ihr Amt als Staatschefin Argentiniens erwartet: Ärzte haben bei der 58-Jährigen Schilddrüsenkrebs diagnostiziert, sie soll Regierungssprecher Alfredo Scoccimarro zufolge am 4. Januar operiert werden.
Die Krankheit sei bei einer Routineuntersuchung am 22. Dezember entdeckt worden. Es sei keine Metastase festgestellt worden. Vizepräsident Amado Boudou werde Kirchner bis zum 24. Januar vertreten.
Cristina Kirchner hatte am 10. Dezember ihre zweite Amtsperiode als Präsidentin begonnen, nachdem sie ihre Wiederwahl mit 54 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Ihr Vorgänger und Ehemann Néstor Kirchner war im Oktober 2010 an einem Herzinfarkt gestorben.
Sowohl Venezuelas Präsident Hugo Chávez als auch sein paraguayischer Amtskollege Fernando Lugo befinden sich in Behandlung wegen Krebserkrankungen. Auch der ehemalige Staatschef Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, hat Kehlkopfkrebs. Bei seiner Nachfolgerin Dilma Rousseff war 2009 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Sie konnte die Krankheit noch vor ihrer Wahl zur Staatschefin erfolgreich bekämpfen.