Präsident Assad "Syrien wird sich gegen jede Aggression verteidigen"
Syriens Präsident Assad: "Wir werden siegen"
Foto: AP/ SANAAmman/Moskau - Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat angekündigt, sein Land werde sich gegen Angriffe aus dem Ausland verteidigen. Die Androhung direkter Aggression gegen Syrien werde die Entschlossenheit und den Willen des Volkes stärken, zitierte das syrische Staatsfernsehen den Machthaber. "Syrien wird sich gegen jede Aggression verteidigen", so Assad, der von der libanesischen Zeitung "al-Achbar" auch mit folgenden Worten zitiert wird: "Dies ist eine historische Herausforderung, aus der wir als Sieger hervorgehen werden."
Bei dem Treffen mit einer Delegation aus dem Jemen sagte er zudem, "das standfeste syrische Volk und seine Armee werden weiter gegen den Terrorismus kämpfen". Assad bezeichnet seine Gegner als Terroristen. Anfang August drohte er, die Opposition "mit eiserner Faust" zu zerschlagen.
Nach Berichten über Chemiewaffeneinsätze im Großraum der syrischen Hauptstadt Damaskus beraten derzeit mehrere westliche Staaten über eine Militärintervention in dem Land. Bei einem Angriff am 21. August sollen nach Angaben der Opposition mehr als 1300 Menschen getötet worden sein. Syrische Rebellen und die Regierung beschuldigen einander gegenseitig, Chemiewaffen eingesetzt zu haben.
Russland und China sprechen sich gegen einen Militärschlag aus. Sie würden wohl eine entsprechende Resolution im Uno-Sicherheitsrat blockieren. Auch in den USA und Großbritannien gibt es Bedenken- einige Politiker fürchten ein Debakel wie im Irak. Kanzlerin Angela Merkel verurteilte den Angriff scharf, setzt sich aber für eine politische Lösungein.
Uno-Experten im Land sollen die Vorwürfe, dass Giftgas eingesetzt wurde, noch bis Freitag überprüfen. Sie ermitteln in den betroffenen Orten, sprechen mit Augenzeugen und nehmen Proben. Am Samstag sollen sie Syrien verlassen, um danach Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon Bericht zu erstatten.
Wie gefährlich die Lage im Land ist, zeigt sich auch daran, dass wenige Stunden nach der Abfahrt der Chemiewaffeninspekteure am Mittwoch Regierungstruppen die Ortschaften angriffen, die das Team besucht hatte. Verschiedene Revolutionsgruppen meldeten am Donnerstag, Samalka und Maliha im Osten von Damaskus seien in der Nacht mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen worden.