Atom-U-Boot Versenkte ein russischer Torpedo die "Kursk"?
Moskau - Die "Kursk" könne möglicherweise auch mit dem schweren russischen Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" zusammengestoßen sein, schrieb die Moskauer Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda". Sie bezog sich dabei auf Vermutungen eines ehemaligen U-Boot-Kommandanten. Die "Pjotr Weliki" ist das Flaggschiff der Nordflotte.
Die Zeitung zitierte außerdem einen russischen Munitionsexperten, der vermutete, dass die "Kursk" von einem eigenen Torpedo getroffen worden sein könnte. Möglicherweise sei nach dem Abschuss ein Defekt im Antrieb des Torpedos aufgetreten, der daraufhin in einem Bogen zurückgekehrt und in den Rumpf der "Kursk" eingeschlagen sei, sagte der Experte Michail Aronson. Die "Kursk" sollte am 12. August bei einem Flottenmanöver einen Torpedo abfeuern. Zuvor war nach Militärangaben erfolgreich ein Marschflugkörper gestartet worden.
Nach einer anderen Version könnte die "Kursk" von einem versehentlich abgefeuerten Torpedo eines anderen russischen U-Bootes versenkt worden sein. Dies habe ein Marineoffizier aus Murmansk behauptet.