Atomprogramm: Iran im Streit um Uran kompromisslos - DER SPIEGEL
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Atomprogramm Iran im Streit um Uran kompromisslos

Am Montag gehen in Wien die internationalen Verhandlungen über das Atomprogramm Irans weiter. Die Regierung aus Teheran geht mit einer harten Haltung in die Runde - einen Verzicht auf die Anreicherung von Uran hat sie heute noch einmal kategorisch abgelehnt.
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Teheran/Wien - Das Land verfüge bereits über die Technologie für den Brennstoffkreislauf zur Energiegewinnung aus Atomkraft und werde dies nicht rückgängig machen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums, Hamid Resa Asefi, am Sonntag in Teheran.

Zugleich erklärte sich der Sprecher aber zu Garantien bereit, "dass wir die Atomenergie ausschließlich zu friedlichen Zwecken nutzen". Seine Regierung sei bereit, die von einem Zusatzprotokoll des Atomwaffensperrvertrags geforderten Garantien abzugeben.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen Iran bis November eine Frist setzen, um die Bedenken auszuräumen, das Atomprogramm diene insgeheim auch militärischen Zwecken. In einem der Nachrichtenagentur AP vorliegenden Dokument für das Direktorium der internationalen Atomenergiebehörde IAEA wird zugleich mit "weiteren Schritten" gedroht, falls Teheran diese Forderungen nicht erfüllt. So könnte die IAEA auch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen anrufen, der dann Sanktionen gegen Iran beschließen könnte.

Die USA wollen schon auf der Sitzung in Wien eine Anrufung des Sicherheitsrats beantragen. Washington verdächtigt den islamischen Staat, Atomwaffen zu entwickeln. Abgelehnt wird der Kurs der USA auch von Russland, das am Bau von Atomkraftwerken in Iran beteiligt ist.