Atomstreit: EU will erneut mit Iran verhandeln - DER SPIEGEL
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Atomstreit EU will erneut mit Iran verhandeln

Nach dem Scheitern der russisch-iranischen Atomgespräche wird Teheran nun wieder mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien Verhandlungen führen. Die EU-Troika hatte die Gespräche im Januar abgebrochen.
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Moskau/Peking - Die iranische Regierung werde erneut mit den EU-Vermittlern zu Gesprächen über ihr Atomprogramm zusammenkommen, erklärte der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani heute in Moskau. Verhandlungen mit Deutschland, Großbritannien und Frankreich, dem sogenannten EU-Trio, sollten noch vor der nächsten Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am kommenden Montag stattfinden.

Aus Großbritannien hieß es heute, die Gespräche auf Ministerebene sollten am morgigen Freitag stattfinden. Das EU-Trio habe keine neuen Vorschläge, hieß es. Großbritannien bestätigte damit die Aussagen Laridschanis.

Gespräche mit Russland über die iranischen Atompläne waren gestern ergebnislos geblieben. Moskau hatte vorgeschlagen, Teheran könne Uran auf russischem Gebiet anreichern. Ein neuer Termin für eine vierte Verhandlungsrunde mit Russland stehe noch nicht fest, sagte Laridschani. Streitpunkt ist offenbar weiter die Forderung Russlands, der Iran müsse seine Urananreicherung aussetzen. Teheran weist dies zurück.

Laridschani gibt die Schuld für die ergebnislose Kompromissuche den USA. Das Beharren Washingtons auf einer Behandlung des Atomkonflikts im Weltsicherheitsrat schaffe Hindernisse, den russischen Vorschlag anzunehmen.

China zeigte sich heute weiter zuversichtlich, dass eine Verhandlungslösung erzielt werden könne. Die Regierung in Peking hoffe, dass das russische Kompromissangebot den Durchbruch bringe, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums.

Die IAEA will am Montag ihren Bericht zum iranischen Atomprogramm vorlegen. Dann soll über ein Eingreifen des Uno-Sicherheitsrats entschieden werden, der Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängen kann. Dem Iran wird vorgeworfen, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Das Land weist diese Beschuldigung zurück.

kaz/AP/dpa/Reuters