Atomstreit: Iran warnt Uno vor Sanktionen - DER SPIEGEL
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Atomstreit Iran warnt Uno vor Sanktionen

Scharfe Töne aus Teheran: Im Streit über sein Atomprogramm hat Iran die Uno vor Sanktionen gewarnt - sein Land werde darunter am wenigsten leiden, dafür der "Westen am meisten", sagte Irans Unterhändler Laridschani.
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Teheran - Bei einer entsprechenden Resolution des Weltsicherheitsrats gebe es keine Chance mehr, den Konflikt durch Verhandlungen und einen Kompromiss zu lösen, sagte Irans Unterhändler Ali Laridschani in einem Interview der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr.

Eine solche Entschließung würde die Lage nur verschlimmern, sagte Laridschani. "Wenn die Europäer dem Druck der USA nachgeben, wird sich die Situation radikalisieren", sagte der Verhandlungsführer. "Iran wird am wenigsten leiden und der Westen am meisten."

Nach den bislang ergebnislosen Gesprächen mit Teheran wächst bei den führenden Mitgliedern dort offenbar die Zustimmung zu Strafmaßnahmen.

Laridschani betonte indes, die Verhandlungen mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana könnten fortgesetzt werden. Iran sei weiter zu Gesprächen ohne Vorbedingungen bereit, sagte Laridschani. Dies gelte jedoch nicht, wenn Sanktionen gegen Teheran beschlossen würden.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sprach sich für ein entschlossenes Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm aus. Nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau forderte Olmert, Russland müsse seinen Einfluss auf Teheran geltend machen, um ein Einlenken im Atomstreit zu erreichen. "Wir können uns den Luxus nicht leisten, es zuzulassen, dass ein Staat wie Iran unkonventionelle Waffen besitzt", sagte Olmert.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nannte den Atomstreit mit Iran und den nordkoreanischen Atomtest die größten Bedrohungen des Weltfriedens. In einem Interview des Magazins "Stern" sagte Steinmeier, beide Provokationen könnten in den Nachbarregionen den Wunsch nach atomarer Nachrüstung wecken.

hen/AP/AFP