Atomstreit: Iranischer Präsident will Angebot machen - DER SPIEGEL
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Atomstreit Iranischer Präsident will Angebot machen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will vor der Uno-Vollversammlung neue Vorschläge zur Lösung des Streits um das Atomprogramm seines Landes vorlegen. Die Vereinigten Staaten und Russland wollen gemeinsam verhindern, dass Iran eine Atommacht wird.
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New York - Jetzt sei Teheran am Zug, sagte Außenminister Joschka Fischer nach einem Gespräch der drei Verhandlungspartner der EU - Deutschland, Frankreich und England - mit Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf einen ranghohen iranischen Regierungsvertreter, Ahmadinedschad wolle der internationalen Gemeinschaft am Samstag eine Beteiligung am iranischen Atomprogramm vorschlagen. Iran werde Europa, Russland, China und Südafrika Joint Ventures bei der Urananreicherung anbieten.

US-Präsident George W. Bush und Russland Präsident Wladimir Putin erklärten am Freitag nach einem Gespräch im Weißen Haus, sie wollten gemeinsam verhindern, dass Iran zu einer Atomwaffenmacht wird. Beide Präsidenten versicherten jedoch, dass sie den Atomstreit mit Iran weiter auf diplomatischem Wege beilegen wollten.

Bush sagte, er sei zuversichtlich, dass Iran vor den Uno- Sicherheitsrat gebracht werde, falls das Land seine Verpflichtungen nicht einhalte. Wann dieser Zeitpunkt komme, sei eine Frage der Diplomatie, sagte Bush.

Putin erklärte, die diplomatischen Lösungen seien noch lange nicht ausgeschöpft. Russland werde alles unternehmen, damit die Probleme gelöst würden. Er wolle verhindern, dass im Fall Iran eine ähnliche Situation wie mit Nordkorea entstehe. Putin betonte jedoch, dass die Haltung der russischen Regierung der Washingtons ähnlich sei. Bush und Putin einigten sich auch auf eine weiterhin enge Koordination im Kampf gegen den Terrorismus.

Am Freitagabend endet der Uno-Gipfel in New York. Mit den Ergebnissen zeigte sich Außenminister Fischer unzufrieden. Es sei bedauerlich, dass bei den wichtigen Themen der Abrüstung, der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen sowie der Definition von Terrorismus keine Einigung möglich gewesen sei. Fischer unterzeichnete am Donnerstag das internationale Übereinkommen zur Bekämpfung nuklearterroristischer Handlungen, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte.

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