Atomstreit: Solana unterbreitet Iran Angebot - DER SPIEGEL
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Atomstreit Solana unterbreitet Iran Angebot

EU-Chefdiplomat Solana ist in Teheran eingetroffen. Bei seinem Besuch soll er der iranischen Regierung das Vorschlagspaket präsentieren, das die fünf Vetomächte des Uno-Sicherheitsrates und Deutschland geschnürt haben.
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Hamburg - Das Paket soll Iran dazu bringen, auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Details sind noch nicht veröffentlicht worden. Diplomaten zufolge soll es aber unter anderem mögliche Technologie-Angebote und Sicherheitsgarantien geben.

Solana will am Dienstagmorgen mit Ali Laridschani, dem iranischen Atombeauftragten, und womöglich auch mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad zusammentreffen, um das Angebot zu unterbreiten. "Wir wollen den Beginn einer neuen Beziehung auf der Basis von gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Vertrauen", sagte Solana bei seiner Ankunft auf dem Teheraner Flughafen.

Ahmadinedschad hat bereits angekündigt, sein Land werde die Offerte prüfen. Allerdings werde Iran nicht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie verzichten. Die Offerte enthält neben Anreizen aber auch nicht näher genannte Strafmaßnahmen des Uno-Sicherheitsrats für den Fall, dass Iran nicht kooperiert. Nach russischen Angaben wird allerdings kein Militärschlag angedroht.

Kurz vor der Vorlage des Angebots hatte Iran bei "falschen Schritten" des Westens in dem Streit mit einer Öl-Verknappung gedroht. Die Äußerungen hatten den Ölpreis erneut in die Höhe getrieben. Iran ist der weltweit viertgrößte Ölexporteur. Das Land kann zudem wegen seiner geografischen Lage eine der Hauptrouten des weltweiten Öl-Schiffsverkehrs kontrollieren, die enge Straße von Hormus.

Die USA und andere westliche Länder verdächtigen Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Urananreicherung gilt vielen dabei als Indiz für Ambitionen des Landes auf Atomwaffen, da das entsprechende Programm von Iran jahrelang verheimlicht wurde.

bri/Reuters/AP