Atomstreit: Teheran will Gegenangebot vorlegen - DER SPIEGEL
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Atomstreit Teheran will Gegenangebot vorlegen

Iran will im Streit um sein Atomprogramm ein Gegenangebot zu dem Vorschlag der internationalen Gemeinschaft vorlegen. Laut Außenminister Mottaki wird es sich dabei entweder um eine Abänderung des internationalen Angebots oder einen völlig neuen Entwurf handeln.
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Teheran - Das wichtigste Anliegen seines Landes sei ein Übereinkommen, das die Interessen der einen Seite vertrete und die Bedenken der anderen Seite ausräume, sagte Manutschehr Mottaki bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Gespräche mit seinem palästinensischen Amtskollegen Mahmud Sahar. "Am Ende unserer Auswertung könnte Iran den Europäern einen Gegenvorschlag präsentieren", betonte Mottaki. Er hoffe, dass "die gegenwärtige Tendenz eine zweiseitige Diplomatie auf der Grundlage von Fairness und nicht der Diskriminierung ist". Teheran habe die Beurteilung der internationalen Vorschläge jedoch noch nicht abgeschlossen.

Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Javier Solana, hatte das Angebot der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands am Dienstag in Teheran vorgestellt. Darin sollen Iran offenbar begrenzte Nuklear-Aktivitäten zugestanden werden. Die iranische Führung sprach von "positiven Schritten", kündigte jedoch zugleich an, sie werde sich dazu erst nach einer sorgfältigen Prüfung zu dem Vorschlag äußern. Die USA erklärten zuletzt, Iran habe für eine Reaktion auf das Paket "Wochen, nicht Monate" Zeit.

lan/AFP/AP/Reuters/dpa