Atomstreit: Uno und Australien wollen vermitteln - DER SPIEGEL
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Atomstreit Uno und Australien wollen vermitteln

Diplomaten der Uno und Australiens sind nach Nordkorea gereist, um Pjöngjang von der Wiederaufnahme seines Atomprogramms abzubringen. Das kommunistische Land besteht indessen weiter auf direkten Verhandlungen mit den USA.
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Peking - Da Nordkorea auch den Atomwaffensperrvertrag und damit die Kontrollen bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie aufgekündigt hat, könnte das bei der Stromproduktion anfallende Plutonium zur Herstellung von Atombomben verwendet werden. Das kommunistische Land will auch seine Raketentests wieder aufnehmen. Die USA vermuten, dass Nordkorea schon ein oder zwei Atombomben hat.

Washington hat Nordkorea inzwischen wieder Hilfe bei der Energieversorgung angeboten, wenn das Land im Gegenzug auf sein Atomprogramm verzichtet. Die USA hatten die Öllieferungen eingestellt, weil Nordkorea nach Angaben der USA eingestanden hatte, dass es weiter ein geheimes Atomprogramm verfolgt.

Nordkorea beharrt indessen weiter auf formellen Gesprächen mit den USA. Der Ton zwischen beiden Regierungen bleibt scharf: Das kommunistische Land wirft Washington vor, den Konflikt zu internationalisieren, um sich seiner eigenen Verantwortung zu entziehen.

"Die Atomfrage ist ein Thema zweier Seiten, das friedlich nur durch Verhandlungen zwischen den Hauptbeteiligten gelöst werden kann", hieß es in einer Meldung der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA. Die USA versuchten hingegen, den Atomstreit zu internationalisieren, um nicht ihre Verantwortung zu übernehmen, hieß es.

Die USA haben sich zu Gesprächen mit Nordkorea bereit erklärt, Verhandlungen jedoch abgelehnt. Die USA ließen sich nicht erpressen, hatte das Präsidialamt in Washington am Montag erklärt.