Attentat in Israel: "Die Menschen sind hysterisch und weinen" - DER SPIEGEL
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Attentat in Israel "Die Menschen sind hysterisch und weinen"

Insgesamt 54 Israelis sind im Badeort Netanja bei der Explosion einer Autobombe verletzt worden. Palästinenser und Israelis geben sich gegenseitig die Schuld an dem Anschlag.
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Netanja - Israels stellvertretender Ministerpräsident Benjamin Ben-Elieser sagte dem Fernsehsender Channel Two, der Angriff sei so schwer wiegend, dass die Friedensgespräche aus seiner Sicht gestoppt und die Lage überdacht werden sollte. Es könne nicht hingenommen werden, dass es jeden zweiten Tag einen neuen Anschlag gebe, sagte er. "Diese Eskalation ist das Kind eines Mannes - Jassir Arafat." Der palästinensische Informationsminister Jassir Abed Rabbo sagte dagegen, die Palästinenser-Regierung verurteile solche Anschläge. "Aber Israel hat diesen Teufelskreis der Gewalt begonnen."

"Die Menschen sind hysterisch und weinen. Geborstene Schaufenster liegen überall herum. Alles ist voller schwarzem Rauch", sagte ein Augenzeuge dem israelischen Rundfunk. Der israelische Polizeichef Schlomo Aharonischki sagte Reportern, die Bombe in Netanja habe glücklicherweise aus zehn Kilogramm "schadhaften" Sprengstoffs bestanden. "Hier war viel Glück im Spiel", betonte Aharonischki. Es hätte weit schlimmer kommen können.

Die Bombe explodierte in einer belebten Geschäftsstraße an einer Bushaltestelle. Augenzeugen berichteten von drei schweren Explosionen. Mehrere Autos wurden aufgerissen, Blechteile durch die Luft geschleudert. Rauch hüllte die belebte Straße ein, auf der sich viele Israelis beim Schaufensterbummel befanden. Etliche Fensterscheiben der anliegenden Geschäfte gingen zu Bruch. Krankenwagen, Feuerwehren und Polizeikräfte eilten an den Explosionsort, dessen Umgebung evakuiert wurde. Neben der in einem Auto deponierten Bombe explodierten vermutlich die Benzintanks des Bombenautos und eines benachbarten Fahrzeugs.

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