Aufstand in Syrien: USA verhängen Sanktionen gegen Assad - DER SPIEGEL
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Aufstand in Syrien USA verhängen Sanktionen gegen Assad

US-Präsident Obama hat Sanktionen gegen Syriens Präsident Assad angeordnet - wegen Menschenrechtsverletzungen während der jüngsten Proteste. Sein Vermögen in den USA wird eingefroren, US-Bürger dürfen keine Geschäfte mehr mit ihm machen. Die EU will nachziehen.
Protest gegen Assad: Die US-Regierung will den Präsidenten bestrafen
Protest gegen Assad: Die US-Regierung will den Präsidenten bestrafen

Protest gegen Assad: Die US-Regierung will den Präsidenten bestrafen

Foto: LEON NEAL/ AFP
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Washington - Die US-Regierung hat zum ersten Mal Strafmaßnahmen gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad verhängt. Demnach wird sein Vermögen in den USA eingefroren und US-Bürgern ist es verboten, Geschäfte mit ihm zu tätigen. Die Sanktionen gelten nicht nur für den Präsidenten selbst, sondern auch für andere ranghohe Mitglieder des Regimes. Das Finanzministerium begründete den Schritt am Mittwoch mit Menschenrechtsverletzungen bei der Niederschlagung regierungsfeindlicher Proteste. Welche praktischen Auswirkungen die Sanktionen haben werden, ist bisher noch unklar. Ebenso ist unbekannt, ob die Betroffenen überhaupt über Vermögen in den USA verfügen.

Auch die EU-Staaten wollen zu solchen Maßnahmen greifen. Die Außenminister der Gemeinschaft wollen am Montag bei einem Treffen in Brüssel Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen Assad und neun weitere Führungsvertreter beschließen, sagten Diplomaten in Brüssel.

Die EU-Staaten hatten Anfang Mai schon erste Sanktionen gegen Syrien verhängt - allerdings war Assad bisher nicht betroffen. Die Strafen galten für 13 Regierungsvertreter.

Die bisherigen Sanktionen hätten nicht dazu geführt, dass die Regierung in Damaskus ihren "Repressionskurs" gegenüber der Protestbewegung beendet habe, sagte Außenminister Guido Westerwelle in Berlin. Es sei deshalb "notwendig und unvermeidlich, dass auch Präsident Assad in der nächsten Sanktionsrunde von den Sanktionen mit erfasst wird". Das Einfrieren von Vermögenswerten des Präsidenten in Europa und Reisebeschränkungen nannte der Außenminister "notwendig und wirkungsvoll".

Westerwelle sagte, dass Assad bislang von den Sanktionen ausgespart worden sei, habe ihm als eine "Brücke" für einen Ausweg aus dem Konflikt dienen sollen. Die syrische Führung habe diese Brücke aber "nicht betreten". Westerwelle forderte auch, dass der Uno-Sicherheitsrat sich erneut mit der Lage in Syrien befasst. Dabei müsse es insbesondere um die Aufklärung der Gewalt gegen Demonstranten und von Menschenrechtsverletzungen gehen.

Die syrische Führung geht seit Wochen mit massiver Gewalt gegen die regierungskritische Protestbewegung vor. Seit Mitte März wurden nach Angaben syrischer Menschenrechtsorganisationen mehr als 800 Menschen von Sicherheitskräften getötet; mehr als 8000 Menschen wurden festgenommen oder gelten als vermisst.

ler/dpa/Reuters/AFP