Augenblick: Grenzkonflikt - DER SPIEGEL
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Augenblick Grenzkonflikt

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Foto: AP



Beten für eine bessere Zukunft: Ein afrikanischer Flüchtling hat sich zum Gebet hinter ein Zelt des Roten Kreuzes in der spanischen Exklave Melilla auf marokkanischen Boden zurückgezogen. Nach internationalen Protesten holte Marokko etwa 1000 afrikanische Flüchtlinge aus der Sahara zurück, die die Sicherheitskräfte in einem Wüstengebiet an der Grenze zu Algerien ausgesetzt hatten. Die Afrikaner sollen in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Sie wurden am Sonntag mit Bussen abtransportiert. Die Flüchtlinge protestierten heftig gegen die Rückführung. Die meisten waren mit Handschellen gefesselt, viele hatten Tränen in den Augen.

Viele der Flüchtlinge sagten, sie "träumten" davon, über Melilla nach Europa zu gelangen. Manche hatten nach eigenen Angaben bereits sieben oder acht Mal versucht, die Sperrzäune in Melilla und Ceuta zu überwinden und seien jedes Mal wieder von marokkanischen Sicherheitskräften an die Grenze zurückgebracht worden. Die Flüchtlinge, viele von ihnen aus Mali, litten unter Hunger und Durst.

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