Bagdad: Comical Ali angeblich wieder frei - DER SPIEGEL
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Bagdad Comical Ali angeblich wieder frei

Der ehemalige irakische Informationsminister al-Sahhaf ist nach Medieninformationen nicht festgenommen worden, sondern hat sich selbst den US-Truppen gestellt. Nach einem Verhör sei er wieder freigelassen worden.
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Dubai - Die britische Tageszeitung "Daily Mirror" hatte am Mittwoch gemeldet, US-Soldaten hätten Sahhaf an einer Straßensperre in Bagdad festgenommen. Der Sender al-Arabija zitierte Sahhaf mit den Worten, er habe sich selbst bei den US-Truppen gemeldet, sei befragt und dann wieder entlassen worden. "Über einige Freunde habe ich mich den Amerikanern gestellt", sagte er in dem Interview. "Ich wurde zu einer Reihe Tätigkeiten in meinem Aufgabenbereich befragt und danach freigelassen." Für Freitagabend kündigte der Sender die Ausstrahlung des 30-minütigen Interviews mit Sahhaf an. Darin gebe es "viele Informationen über den jüngsten Krieg und den Fall des irakischen Regimes".

Mit Aussagen wie, Bagdad sei sicher und die "Ungläubigen begehen zu hunderten Selbstmord vor den Toren Bagdads", hatte er als Sprachrohr des damaligen Präsidenten Saddam Hussein während des US-Vormarsches immer wieder für Erstaunen und nicht selten auch für Heiterkeit gesorgt. Nach dem Krieg wurde Sahhaf besonders im Internet zu einer komischen Kultfigur.

Sahhaf hatte im Irak in den vergangenen Jahren zahlreiche Ämter bekleidet, stand jedoch nicht auf der US-Fahndungsliste der 55 meistgesuchten Mitglieder der ehemaligen Führung. Er war bis April 2001 Außenminister und zuvor Botschafter in Indien, Italien und bei den Vereinten Nationen.

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