Bagdad: Maliki verschärft Sicherheitsoffensive - DER SPIEGEL
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Bagdad Maliki verschärft Sicherheitsoffensive

Über Bagdad kreisen US-Kampfflugzeuge und Hubschrauber, Straßen sind gesperrt: Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki macht mit der Sicherheitsoffensive im Land Ernst. Dennoch kam es erneut zu Anschlägen.
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Bagdad - Amerikanische und irakische Soldaten bezogen überall in der Hauptstadt neue Posten, so dass sich im Laufe des Tages riesige Verkehrsstaus bildeten. Über der Stadt kreisten zudem amerikanische Kampfflugzeuge und Hubschrauber. Maliki rief alle Bürger dazu auf, mit den Sicherheitsmaßnahmen zu kooperieren. Gleichzeitig drohte er bei Widerstand mit hartem Durchgreifen. "Dies ist eine klare Botschaft an diejenigen, die außerhalb des Gesetzes stehen", sagte Maliki.

Der von Maliki mit der Leitung der Operation in Bagdad beauftragte Kommandeur Abud Kanbar hatte gestern die Einzelheiten des Plans erläutert. Dazu gehören unter anderem die Schließung der Grenzen zu Syrien und zu Iran sowie eine Verlängerung der täglichen Ausgangssperre um eine Stunde. Auf die Rolle der US-Streitkräfte bei der Umsetzung des Plans ging er nicht ein.

In Bagdad werden täglich dutzende Leichen von Sunniten und Schiiten gefunden, die zumeist von Extremisten-Banden getötet wurden, nur weil sie der jeweils anderen Religionsgemeinschaft angehören. In der südirakischen Stadt Basra fand die Polizei am Mittwoch die Leichen von zwei Mordopfern.

Trotz der Sicherheitsoffensive kam es zu weiteren tödlichen Anschlägen. In einem schiitischen Bezirk von Bagdad detonierte eine Autobombe, wobei nach Polizeiangaben vier Zivilpersonen getötet und zehn weitere verwundet wurden. In der nordirakischen Stadt Mossul riss ein Selbstmordattentäter nahe einer Militärpatrouille einen Soldaten und vier Zivilpersonen mit sich in den Tod. Es gab 20 Verletzte.

als/AP/dpa

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