Bagdad US-Armee riegelt Sadr-City ab
Bagdad - US-Soldaten forderten die Einwohner im Bagdader Viertel Sadr City nach Angaben von Augenzeugen auf, in ihren Häusern zu bleiben und riegelten das Gebiet ab. Rebellen hätten amerikanische Patrouillen mit Granaten beschossen, sagte ein Militärsprecher. In den Straßen war Gewehrfeuer zu hören, als sich US-Truppen und irakische Sicherheitskräfte Gefechte mit Aufständischen lieferten.
Bei einem Mörserangriff von Rebellen im Osten der Stadt wurden zwei Zivilisten getötet. Nach Angaben des Innenministeriums wurden die beiden Männer tödlich getroffen, während sie auf der Straße ihre Autos wuschen. Mindestens sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie ein Krankenhaussprecher mitteilte. Augenzeugen berichteten, innerhalb einer Stunde seien mindestens vier Mörser im Osten der Stadt eingeschlagen.
Nach drei Wochen Kampf haben die Einwohner Nadschafs heute mit Aufräumarbeiten in der irakischen Pilgerstadt begonnen. Die US-Streitkräfte wollten ihre Stellungen dort beibehalten, um eine Umsetzung des am Freitag mit dem radikalen Schiitenführer Muktada al Sadr vereinbarten Waffenstillstandes zu überwachen.
Ein US-Luftangriff auf Falludscha kostete am Freitagabend drei Zivilisten das Leben, wie Ärzte mitteilten. Elf weitere, darunter ein sechsjähriges Mädchen, seien verwundet worden. Bei der Bombardierung des Industriegebiets der Stadt wurden zudem zwei Wachleute verletzt.
Ziel der Angriffe war nach US-Angaben eine Flugabwehrstellung auf einem Lastwagen. Von dort aus sei versucht worden, ein amerikanisches Flugzeug zu beschießen. Nach Berichten von Augenzeugen wurden zwei Bomben auf den Stadtteil Al Askari abgeworfen. Mindestens 15 Häuser seien beschädigt und mehrere Autos zerstört worden.
Östlich von Bagdad geriet heute eine Ölpipeline in Brand. Auf Bildern der Nachrichtenagentur APTN waren Flammen und eine schwarze Rauchwolke über der Pipeline in Al Nahrawan zu sehen. Unklar ist noch, ob es sich um einen Sabotageakt handelte.