Bagdad: US-Soldaten erschießen ein Kind - DER SPIEGEL
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Bagdad US-Soldaten erschießen ein Kind

An einem Kontrollpunkt in Bagdad haben amerikanische Soldaten ein irakisches Kind getötet. Ein weiteres wurde verletzt. Die beiden saßen in einem Auto, dessen Fahrer nach Angaben der US-Streitkräfte nicht auf eine Aufforderung zum Anhalten reagiert hatte.
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Bagdad - Die US-Armee teilte heute mit, der Fahrer habe bei dem Zwischenfall am Abend zuvor sowohl Zurufe als auch Zeichen zum Anhalten ignoriert. Dann habe er die Lichter seines Autos ausgeschaltet und sei auf die Soldaten zugefahren. Diese hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Das verletzte Kind und die Mutter seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden, der Vater werde verhört.

Viele Iraker werfen den US-Soldaten vor, zu schnell von der Schusswaffe Gebrauch zu machen und voreilig auf Zivilisten zu schießen. Einwohner Bagdads berichten, dass die Kontrollpunkte nachts oftmals nur spärlich erleuchtet und kaum zu erkennen seien. Stromabschaltungen tauchten die Straßen zudem in Dunkelheit und erschwerten es zusätzlich, die willkürlich errichteten Kontrollpunkte zu erkennen.

Die US-Armee beharrt dagegen auf der Notwendigkeit, sich zu verteidigen, wenn die Soldaten von einem Angriff auf ihren Kontrollposten ausgingen. In der Vergangenheit sind solche Posten mehrfach Ziel von Selbstmordanschlägen geworden.

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