Barak über Arafat verärgert: Kein Gipfeltreffen vor israelischen Wahlen - DER SPIEGEL
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Barak über Arafat verärgert Kein Gipfeltreffen vor israelischen Wahlen

Jassir Arafats Kritik an Israel während des Weltwirtschaftsforums in Davos hat Folgen. Israels Ministerpräsident Ehud Barak lehnt ein Gipfeltreffen mit dem palästinensischen Präsidenten vor den Wahlen in Israel ab. Arafats Rede sei "aufrührerisch" und "inakzeptabel" gewesen.
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Jerusalem - Während einer Podiumsdiskussion mit dem früheren israelischen Ministerpräsidenten Schimon Peres in Davos hatte der palästinensische Präsident Jassir Arafat scharfe Kritik an Israel geübt: "Die derzeitige israelische Regierung hat in den vergangenen vier Monaten einen wilden und barbarischen Krieg geführt", sagte er. Israel setze Urangeschosse gegen die Palästinenser ein, was die israelischen Streitkräfte jedoch zurückwiesen.

Baraks Sicherheitsberater Danny Jatom bezeichnete Arafats Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos als aufrührerisch und inakzeptabel. Ein von Arafat vorgeschlagenes Treffen in dieser Woche sei jetzt nicht mehr möglich. Die Nahost-Friedensverhandlungen sollen nach der Wahl am 6. Februar fortgesetzt werden.

Arafat sagte nach einem Gespräch mit Uno-Generalsekretär Kofi Annan, er habe sich nicht gegen den Friedensprozess aussprechen, sondern nur das Leid der Palästinenser deutlich machen wollen. Er bleibe dem Friedensprozess verpflichtet und wolle Barak in dieser Woche treffen.

Am Wochenende waren die israelisch-palästinensischen Verhandlungen im ägyptischen Badeort Taba beendet worden, die in "einer bisher unerreichten positiven Atmosphäre" verlaufen seien, erklärten beide Seiten am Samstagabend. Ein Gipfeltreffen wurde da noch als eine Möglichkeit angedeutet, doch noch einen Durchbruch zu erreichen. Das Treffen hätte vermutlich in Stockholm stattfinden sollen.

In Umfragen liegt Barak bislang mit großem Abstand hinter dem für eine kompromisslose Haltung gegenüber den Palästinensern eintretenden Herausforderer vom Likud-Block, Ariel Scharon. Scharon bezeichnete die Verhandlungen von Taba am Sonntag als einen gescheiterten Wahlkampftrick des zunehmend verzweifelten Barak. Dieser habe den Staat Israel gefährdet, um ein Papier zu erhalten, das ihm bei der Wahl helfen solle.

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