Belgien: Badeverbot für Einwandererkinder - DER SPIEGEL
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Belgien Badeverbot für Einwandererkinder

Ein generelles Badeverbot für Einwanderer-Jugendliche - das fordern jetzt flämische Politiker. Nur so ließen sich gewalttätige Zwischenfälle in den Schwimmbädern des Landes verhindern, behaupten Provinzabgeordnete der Regierungspartei VLD.
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Brüssel - Jugendliche von Einwanderern sollen aus den Schwimmbädern Flanderns verbannt werden. Das fordern jetzt Politiker der belgischen Regierungspartei VLD. Nur so ließen sich Zwischenfälle mit Nachkömmlingen nordafrikanischer Herkunft verhindern, glaubt der Provinzabgeordnete Danny Smagghe.

In der Zeitung "Het Laatste Nieuws" vom Dienstag räumte er gleichwohl ein, dass derart drakonische Maßnahmen auch unschuldige Badbesucher treffen würden: "Es ist schade für junge Einwanderer, die sich gut benehmen, aber nur mit radikalen Maßnahmen können wir die Ruhe in unseren Erholungszentren wieder herstellen. Wir müssen ihnen allen eine Zeit lang den Zugang verweigern", sagte er dem flämischen Blatt.

Krawalle mit jungen Migranten seien in Flanderns Freibädern und Freizeiteinrichtungen ein jährlich wiederkehrendes Phänomen, berichtete auch die Zeitung "De Standaard". Nach einem Zwischenfall am Wochenende erteilte ein Zentrum in Diest acht Jugendlichen aus Brüssel vorläufig Hausverbot. Um was für einen Zwischenfall es sich handelte, schreibt das Blatt nicht.

Die Zeitung "Het Belang van Limburg" zitierte die Direktorin Ria Schepmans, der zufolge die Jugendlichen sich nicht an die Regeln gehalten und einen Bademeister in Gefahr gebracht hätten. "Ein Bewacher mit Hund griff sofort ein, worauf sich etwa 200 Einwanderer zusammenrotteten", berichtete Ria Schepmans weiter. Ein Unruhestifter wurde festgenommen.