Ben Carson unterstützt jetzt Donald Trump - DER SPIEGEL
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Wahlkampf der US-Republikaner Carson unterstützt jetzt Trump

"Wir haben das Kriegsbeil begraben", sagt Ben Carson. Der ehemalige Präsidentschaftsbewerber will jetzt dafür sorgen, dass Donald Trump Präsident wird.
Ben Carson (l.) und Donald Trump
Ben Carson (l.) und Donald Trump

Ben Carson (l.) und Donald Trump

Foto: Lynne Sladky / AP
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Erst Chris Christie, nun Ben Carson: Ein zweiter ausgeschiedener Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner unterstützt fortan Donald Trump.

"Wir haben das Kriegsbeil begraben", sagte Carson bei einem gemeinsamen Auftritt mit Trump in Palm Beach, Florida. "Im Gespräch mit ihm habe ich gemerkt, dass wir auf philosophischer und spiritueller Ebene viel mehr Gemeinsamkeiten haben, als ich jemals gedacht hatte."

Dabei hatte sich Trump noch bis vor Kurzem immer wieder über den glücklosen Carson lustig gemacht. Dazu sagte Carson nun: "Es gibt zwei Donald Trumps." Während der eine vor Kameras und großem Publikum ein "Entertainer" sei, sei der andere "ein denkendes Individuum".

Die Unterstützung durch Carson stärkt Trumps Position vor der nächsten Vorwahlrunde am Dienstag. Dann wird in fünf Bundesstaaten gewählt - unter anderem in Florida, Ohio und Illinois, die wegen ihrer Bevölkerungsstärke besonders viel Einfluss haben. Bei den Republikanern gehen in Florida und Ohio alle und in Illinois die meisten Delegierten an den Sieger.

Trump könnte mit Erfolgen in diesen Bundesstaaten einen großen Schritt Richtung Kandidatur machen. Für seine Mitbewerber Senator Marco Rubio und Gouverneur John Kasich dürften die Abstimmungen in ihren Heimatstaaten Florida und Ohio dagegen zu einer Schicksalswahl werden. Schärfster Trump-Rivale ist der beim Partei-Establishment ebenfalls unbeliebte Ted Cruz, der am Mittwoch die Unterstützung der vergangenen Monat aus dem Präsidentschaftsrennen ausgestiegenen Ex-Managerin Carly Fiorina erhielt.

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Die Vorwahlen ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ehe die Kandidaten offiziell gekürt werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass Trump die bei den Republikanern benötigten 1237 Delegiertenstimmen verfehlt. Dann könnte die republikanische Parteiführung versuchen, auf einem umkämpften Parteitag einen anderen Kandidaten durchzudrücken.

syd/Reuters/AFP