Benjamin Netanyahu reist in den Oman - DER SPIEGEL
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Nahost-Konflikt Netanyahu reist in den Oman

Es ist der erste Besuch eines israelischen Regierungschefs im Golfstaat seit mehr als 20 Jahren: Benjamin Netanyahu kam im Oman mit Sultan Kabus bin Said al-Said zusammen.
Benjamin Netanyahu (links) und Kabus bin Said
Benjamin Netanyahu (links) und Kabus bin Said

Benjamin Netanyahu (links) und Kabus bin Said

Foto: DPA/ Topaz Luk/ GPO
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Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat einen seltenen Besuch in einem arabischen Land unternommen. Netanyahu und Omans Sultan Kabus bin Said al-Said hätten dabei über Möglichkeiten gesprochen, den Friedensprozess im Nahen Osten voranzutreiben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ONA.

Demnach erfolgte der überraschende Besuch bereits am Donnerstag. Israel und der Oman unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Vor Netanyahu war Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas in den Oman gereist.

Die israelische Regierung teilte mit, Netanyahu sei bei einem vorab nicht angekündigten Besuch mit bin Said zusammengekommen, um über eine "Vertiefung der Beziehungen" zu den Staaten der Region zu beraten. Der Ministerpräsident sei auf Einladung des Sultans gereist, hieß es in der Erklärung weiter.

Erster Besuch seit mehr als 20 Jahren

Es war der erste derartige Besuch seit mehr als 20 Jahren. 1994 hatte der damalige Ministerpräsident Jizchak Rabin dem Sultanat einen Besuch abgestattet, 1996 war zuletzt der geschäftsführende israelische Regierungschef Schimon Peres dort.

Die beiden Länder vereinbarten damals die Eröffnung von Handelsvertretungen. Oman schloss die Büros im Jahr 2000 als Reaktion auf den Palästinenseraufstand der zweiten Intifada. Oman gilt im Lager der arabischen Staaten als Vertreter einer moderaten Linie in der Nahostpolitik.

asa/dpa