Berlusconi eingeladen: Stoiber prescht vor - DER SPIEGEL
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Berlusconi eingeladen Stoiber prescht vor

Wieder einmal übt sich der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber als Außenpolitiker. Vor dem Kanzler und seiner Parteifreundin Angela Merkel lud er den neuen italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi nach Nürnberg ein.
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Mailand/München - Schon bei dem Champions-League-Finale zwischen Bayern München und FC Valencia in Mailand saßen Stoiber und Berlusconi nebeneinander. Die beiden vereinbarten nach dem Spiel, dass der designierte italienische Ministerpräsident 12. Oktober auf dem CSU-Parteitag als Gast empfangen wird.

Berlusconi ist Vorsitzender der Partei Forza Italia, die ebenso wie die CSU Mitglied der Europäischen Volkspartei ist. Berlusconi habe Bedenken widersprochen, Italien könnte wegen des geplanten zehnjährigen Investitionsprogrammes den europäischen Stabilitätskurs verlassen, sagte Stoiber nach dem Fußballspiel.

Beide Politiker sind sich nach Stoibers Angaben einig, dass die Europäische Union eine klare Kompetenzverteilung brauche. Stobier wies darauf hin, dass Berlusconi - wie er selbst - mehr Flexibilität für die europäischen Regionen fordere. Berlusconi habe außerdem gesagt, dass Italien in einigen Bereichen wie Verkehrsinfrastruktur und Telekommunikation erst auf einen europäischen Standard gebracht werden müsse.