US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders erlitt Herzinfarkt
US-Senator Bernie Sanders: "Ich fühle mich deutlich besser"
Foto: Mark Makela/ REUTERSDrei Tage nach der Herzoperation des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Bernie Sanders haben seine Ärzte und sein Team erklärt, dass der 78-Jährige einen Herzinfarkt erlitten hatte. Sanders wurde demnach am Freitag (Ortszeit) aus einem Krankenhaus in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada entlassen. In einer Pressemitteilung erklärte er, es gehe ihm gut und er freue sich, nach einer kurzen Pause bald "wieder an die Arbeit zu gehen".
Per Videobotschaft bedankten sich Sanders und seine Ehefrau für die vielen Genesungswünsche. Er werde sich bald wieder in den Wahlkampf stürzen, sagte der US-Senator. Sanders plant, bereits an der nächsten Fernsehdebatte der Präsidentschaftsanwärter der oppositionellen Demokraten am 15. Oktober teilzunehmen.
Hello everybody! We’re in Las Vegas. I’m feeling so much better.
— Bernie Sanders (@BernieSanders) October 5, 2019
Thank you for all of the love and warm wishes that you sent me.
See you soon on the campaign trail. pic.twitter.com/nk3wWIAuE7
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Am Mittwoch hatte sein Wahlkampfteam mitgeteilt, Sanders habe an einer Arterienverstopfung gelitten, weswegen ihm zwei Stents eingesetzt worden seien. Dabei handelt es sich um Implantate, die Adern offen halten. Von einem Herzinfarkt war zu dem Zeitpunkt noch nicht die Rede gewesen. Der Senator habe bei einer Veranstaltung in Las Vegas am Dienstagabend Schmerzen im Brustbereich gehabt, hieß es.
Sanders ist einer von rund 20 Kandidaten, die sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die US-Wahl im November 2020 bewerben. Hinter dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden und der Senatorin Elizabeth Warren ist der Senator aus dem Bundesstaat Vermont einer der Favoriten im Rennen.
Sanders selbst ist parteilos, jedoch mit den Demokraten eng verbündet. Er bezeichnet sich als "demokratischer Sozialist" und streitet unter anderem für eine stärkere Besteuerung der höchsten Einkommensschichten und global operierender Konzerne.