Betlehem Israelis dringen in Geburtskirche ein
Betlehem - Zehn internationale Unterstützer der Palästinenser hatten sich vor gut einer Woche am israelischen Militär vorbei in die Geburtskirche geschmuggelt. Nachdem 124 teils militante Palästinenser das Gebäude nach 39 Tagen Belagerung verlassen hatten, verzögerten die Friedensaktivisten eine endgültige Lösung des Konflikts, indem sie sich weigerten, die Kirche zu verlassen. Sie fürchten, von den israelischen Behörden verhaftet zu werden, sagte ein Militärsprecher. Genau so kam es. Das Militär drang in die Kirche ein und nahm die Aktivisten der internationalen Friedensbewegung fest.
Von den Palästinensern wurden 13 am Mittag vom Flughafen Ben Gurion Richtung Zypern ins Exil ausgeflogen. Sie sollen in der kommenden Woche auf andere europäische Länder oder Kanada verteilt werden. Weitere 26 Palästinenser wurden in den Gaza-Streifen gebracht und 85 Zivilisten im Westjordanland freigelassen.
Die Gruppe der 13, deren Mitglieder via Zypern einen Aufenthalt in europäischen Staaten und in Kanada finden sollen, werden angeblich in ihren Gastländern nicht in Haft genommen. Aus Kreisen der spanischen EU-Ratspräsidentschaft in Madrid verlautete, es sei allerdings noch nicht klar, ob sie überwacht werden. Darüber sollten an diesem Montag die EU-Außenminister in Brüssel beraten.
Als mögliche Aufnahmeländer werden neben Kanada Italien, Spanien, Österreich, Griechenland und Luxemburg genannt. Auch Portugal erklärte sich bereit, einige der Palästinenser aufzunehmen.