Bild des Tages: Auf Sand gebaut - DER SPIEGEL
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Bild des Tages Auf Sand gebaut

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Foto: REUTERS



Nein, das ist nicht der Weihnachtsmann, das (rechts!) soll Saddam Hussein sein. Und zu dem früheren irakischen Despoten scheinen besonders die Inder ein sehr spezielles Verhältnis zu pflegen.

Kürzlich hatten wir von einem Fischerdorf im indischen Bundesstaat Kerala berichtete, das sich seit dem Krieg um Kuweit vor gut zehn Jahren Saddam Beach nennt - aus Solidarität mit dem ehemaligen Despoten aus Bagdad.

Ihre Boote heißen "Basra", "Kerbala", "Bagdad" oder einfach "Irak". Die Fischer aus einem Weiler in Südindien taufen ihre Kähne auf irakische Städte - aus Begeisterung für Saddam Hussein. Seit dem Zweiten Golfkrieg 1991 haben sie ihr Dorf in Saddam Beach umbenannt. "Seither beten wir für Saddam", sagt Muhammad Baschir, der Vorsitzende des Saddam-Hussein-Vereins.

Doch nun bringen Sandburgenbauer aus Orissa im Osten des riesigen Landes ein wenig Sachlichkeit in die Debatte: Sie stellen den Ex-Diktator einfach so dar, wie er kürzlich in einem Erdloch gefangen genommen wurde: Unrasiert, erschöpft und übermüdet. Ihr neues Saddam Standbild ist auf Sand gebaut - Haltbarkeit: Bis zur nächsten Flut.

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