Bild des Tages Wahltanzhelfer
Eine Woche vor der Wahl eines neuen Präsidenten in Taiwan vollführt diese Gruppe von Aktivisten einen Cancan. Sie will damit ihre Wünsche für eine bessere Zukunft für das Land zum Ausdruck bringen. Eine dritte Alternative fordern Tänzer. Denn am 20. März müssen sich die Taiwanesen zwischen Amtsinhaber Chen Shui-bian und Oppositionsführer Lien Chan für das höchste Staatsamt entscheiden.
In Fernsehansprachen versuchten die beiden Kandidaten derweil mit scharfen Äußerungen gegenüber China ihre Wähler zu mobilisieren. Chen sagte: "Die Demokratie in Taiwan darf nicht von Raketen aus China angegriffen werden. Unsere Demokratie darf nicht von der chinesischen Diktatur geschlagen werden." Lien erklärte, er würde es als Präsident niemals zu lassen, dass der kommunistische Nachbar die demokratische Insel schluckt. China und Taiwan trennten sich, als die Kommunisten 1949 die Macht auf dem chinesischen Festland ergriffen. Peking besteht auf eine Wiedervereinigung und droht Taipeh für den Fall der Weigerung mit einem Krieg. China hat direkt an der Küste zu Taiwan 500 Kurzstreckenraketen stationiert.