Bill Clinton Mit einer Gartenparty zum Comeback
Washington - Der Vorgänger von George W. Bush wollte am Montag mit einer großen Gartenparty in New York die Eröffnung seines Büros in Harlem feiern, berichtete die "Washington Post". Dazu habe er viele seiner ehemaligen Minister und Berater eingeladen.
Clintons Auszug aus dem Weißen Haus im Januar war von Kontroversen überschattet. Mehrere Begnadigungen, die Clinton in letzter Minute unterzeichnet hatte, und die Tatsache, dass er mit Ehefrau Hillary zahlreiche Geschenke abtransportierte, die ihm während der Amtszeit überreicht worden waren, brachten Kritiker auf die Barrikaden.
Die typische Karriere eines Ex-Präsidenten, der mit einer einzigen Rede mehr als eine halbe Million Mark verdienen kann, war damit zunächst auf Eis gelegt. Clinton wurde als Redner teilweise ausgeladen und zeigte sich wenig in der Öffentlichkeit. Das soll sich nach Angaben der "Washington Post" jetzt ändern. Clinton, mit 54 Jahren einer der jüngsten Ex-Präsidenten, wolle sich wieder öfter zu Wort melden und sich stärker für den Kampf gegen Aids und die Aussöhnung zwischen Schwarzen und Weißen einsetzen.
Clinton hat kein Hehl daraus gemacht, dass ihm der Amts- und Machtverlust zu schaffen machen. "Was mir am meisten fehlt, ist die Arbeit und Einfluss auf Dinge zu haben, die mir wichtig sind", sagte Clinton der Zeitung. Der ehemals mächtigste Politiker der Welt sei oft allein in seinem Haus in Chappaqua im Staat New York. Sein Hund Buddy schlafe oft neben ihm, soll Clinton Freunden verraten haben. Gattin Hillary hat als neue Senatorin für New York in Washington alle Hände voll zu tun.