Blair bei Bush: Amerikas "Pudel"? - DER SPIEGEL
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Blair bei Bush Amerikas "Pudel"?

Tony Blair hat sich zum Besuch auf der Ranch von US-Präsident George W. Bush in Texas angesagt. Der britische Premier steht bei seinen Kritikern wegen seiner angeblich unterwürfigen Haltung gegenüber Amerika unter besonderer Beobachtung.
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London - Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten und das weitere Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus stehen. In Texas werde kein "Kriegsrat" gehalten, stellte ein britischer Regierungssprecher klar. Blair wolle auch keinen Blankoscheck für eine Militäraktion gegen den Irak abzeichnen. Sicherlich werde es auch keine Kriegserklärung an Saddam Hussein geben. Stattdessen sollten die verschiedenen Optionen des weiteren Vorgehens zwischen den beiden Regierungschefs erörtert werden.

Solche Äußerungen sollen offenbar Blairs Kritiker in der Labour Party beschwichtigen, wo es gegen einen möglichen Militärschlag gegen den Irak heftigen Widerstand gibt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf der Insel lehnt nach einer Umfrage der Zeitung "Guardian" eine britische Beteiligung ab. Anders sieht es beim Kampf gegen die Terroristen des 11. September und ihre Unterstützer in Afghanistan aus: Der Kampf gegen die Taliban- und al-Qaida-Krieger findet noch Unterstützung. Blair müsse Bush zeigen, "dass Großbritannien nicht Amerikas Pudel" ist, hieß es in der "Financial Times".