Terrorgruppe 1000 Boko-Haram-Kämpfer sollen sich ergeben haben
Nigerianische Spezialkräfte (Archivfoto)
Foto: AP/dpaKnapp 1000 Kämpfer der islamistischen Terrororganisation Boko Haram haben sich den nigerianischen Streitkräften zufolge ergeben. Nach Einsätzen gegen die Extremisten im nordöstlichen Bundesstaat Borno hätten sich rund 700 Kämpfer in der Region Monguno, 250 weitere im Gebiet des Tschadsees der Armee gestellt, sagte Militärsprecher Onyema Nwachukwu.
Es gab zunächst keine unabhängige Bestätigung für die Angaben des Militärs. Auch blieb zunächst unklar, in welchem Zeitraum sich die früheren Kämpfer gestellt hatten. Die Streitkräfte hatten erst am Montag mitgeteilt, dass in der Folge von Einsätzen gegen die Terrorgruppe im gleichen Gebiet rund 700 bislang von Boko Haram festgehaltene Zivilpersonen freigekommen seien.
Die sunnitischen Extremisten der Boko Haram terrorisieren den Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete der Nachbarländer. Bei ihren Angriffen und Anschlägen sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen, Millionen sind vor der Gewalt geflohen.
Immer wieder verüben die Extremisten auch blutige Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter. Die Gruppe hat ihren Kampf inzwischen auf Grenzgebiete in Kamerun und im Tschad ausgeweitet.
Zuletzt kam es in der Stadt Gamboru in der Nähe der Grenze zu Kamerun zu einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee. Mindestens elf Menschen starben.