Bolivien: Neue Regierung will Dialog statt Gewalt - DER SPIEGEL
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Bolivien Neue Regierung will Dialog statt Gewalt

Bolivien hat eine neue Regierung. Sechs Ressorts wurden gestrichen, acht Minister ersetzt. Das ursprüngliche Kabinett von Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada war nach schweren Unruhen am Dienstag zurückgetreten.
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La Paz - "Wir wissen, dass wir den Weg in eine bessere Zukunft für die Bolivianer nicht durch Gewalt oder Plünderungen, sondern nur durch einen Dialog finden werden", sagte der Staatschef bei der Vereidigung der nun 13 Minister. Außenminister Carlos Saavedra, Finanzminister Javier Comboni und Verteidigungsminister Freddy Teodovich bleiben im Kabinett.

Bei den Unruhen waren Mitte der vergangenen Woche landesweit 33 Menschen ums Leben gekommen, rund 160 wurden verletzt. Tausende Bolivianer, darunter auch Polizisten, waren auf die Straße gegangen, um gegen geplante Steuererhöhungen zu protestieren. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Demonstranten. Die Pläne hat die Regierung inzwischen zurückgenommen. Stattdessen will das neue Kabinett das chronische Haushaltsdefizit mit Ausgabenkürzungen in den Griff bekommen.