Brüderle: Schafft das Arbeitsministerium ab! - DER SPIEGEL
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Brüderle Schafft das Arbeitsministerium ab!

Dass die Opposition von Arbeitsminister Walter Riester nicht viel hält, ist nicht neu. Dass jedoch gleich das ganze Ministerium dran glauben soll, ist ein unkonventioneller Vorschlag von FDP-Vize Rainer Brüderle. Alles Kasperltheater, schimpft das Ministerium.
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Berlin/Leipzig - Brüderles Forderung ist von Ministeriumsseite brüsk zurückgewiesen worden. Ministeriumssprecher Klaus Vater sagte in Berlin: "Die Forderung ist absurd und schädlich." Brüderle müsse sich entscheiden: "Will er als politische Stimme ernst genommen werden oder im Kasperletheater auftreten."

Der FDP-Vize schade den Interessen seines eigenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz, wo "innovative Modelle der Arbeitsmarktpolitik auf Initiative des Arbeitsministeriums erprobt werden - übrigens mit Unterstützung der dortigen FDP", sagte Vater. Brüderle hatte in der "Leipziger Volkszeitung" gefordert, das Ressort des SPD-Politikers Walter Riester solle "spätestens nach der Verabschiedung der Betriebsverfassungsnovelle aufgelöst und in das Wirtschaftsministerium eingegliedert werden".

Eine beschäftigungsorientierte Arbeitsmarktpolitik sei im Kern Sache des Wirtschaftsministeriums, sagte der FDP-Politiker. Zu einer notwendigen grundlegenden Wende in der Arbeitsmarktpolitik passe kein Ministerium, "das Politik gegen die Arbeitslosen betreibt oder bestenfalls Arbeitslosigkeit verwaltet". Die umstrittene Gesetzesnovelle zur Mitbestimmung in den Betrieben steht in der kommenden Woche zur abschließenden Lesung an.

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