Bush-Blair-Gipfel: "Saddam Hussein entfernen" - DER SPIEGEL
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Bush-Blair-Gipfel "Saddam Hussein entfernen"

US-Präsident George W. Bush hält unbeirrt an seinem Plan fest, Iraks Diktator Saddam Hussein stürzen zu wollen. Dies bekräftigte er nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Tony Blair auf seiner Ranch in Texas.
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Crawford - Beide Politiker blieben in der Irak-Politik bei ihrer Linie: Alle Optionen lägen auf dem Tisch; nichts zu tun sei keine Option. Bush wiederholte, Ziel seiner Regierung sei es, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein von der Macht zu entfernen. Blair schloss sich diesem Plan Bushs nicht ausdrücklich an, sagte aber auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Crawford/Texas: "Der Irak wäre ohne Saddam Hussein ein besserer Ort."

Politische Beobachter deuteten Blairs Äußerungen als einen Hinweis darauf, dass Großbritannien einen eventuellen US-Angriff auf den Irak unterstützen werde. Die irakischen Massenvernichtungswaffen bedrohten die Welt, sagte Blair. "Das ist eine Gefahr. Wir müssen uns dieser Drohung stellen und verhindern, dass sie in die Tat umgesetzt wird."

Blair betonte jedoch, es sei noch keine Entscheidung gefallen. Wenn es so weit sei, werde sie jedoch wie die Entscheidung nach den Anschlägen am 11. September auf "ruhige und angemessene, aber zugleich entschlossene Weise" getroffen.

Während Bush Entschlossenheit demonstriert, Hussein zu stürzen, versucht sich der Irak unbeeindruckt zu zeigen. Das irakische Volk sei im Falle eines US-Angriffs zu einem Gegenschlag bereit, teilte Kusaj Hussein, Sohn von Saddam Hussein in einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben mit. Hussein junior ist Befehlshaber der Republikanischen Garde, der schlagkräftigsten Einheit der irakischen Armee.

In Bezug auf die von der Uno verhängten Resolutionen bleibt der Irak stur. Vizeministerpräsident Tarik Asis kündigte an, dass sein Land auch weiterhin keine Waffeninspektoren der Uno einreisen lassen werde. Nach einem Vorabbericht des "Focus" will Asis eigenen Angaben zufolge keine Inspektoren ins Land lassen, weil diese für die USA spionieren würden. Asis sagte: Bei ihrer vergangenen Mission hätten die Inspektoren "jede Ritze untersucht und jeden Stein umgedreht, aber noch immer fehlt der Abschlussbericht, der die Voraussetzung für das Ende der Sanktionen gegen unser Land ist". Von Europa erwarte er, dass sie den Amerikanern klar machten, dass diese mit einem Angriff auf den Irak ihre Kompetenzen überschreiten.

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