Bush in Japan Friede, Freude, Reiskuchen
Washington - "Sie verstehen unsere Haltung", sagte Bush am Montag in Tokio über die Haltung der westlichen Verbündeten. Im Kampf gegen Bedrohungen schließe sein Land keine Option aus. "Alle Optionen sind auf dem Tisch, und ich werde alle Optionen auf dem Tisch behalten", sagte Bush.
Weiter erklärte der amerikanische Präsident, die USA wollten alle Probleme friedlich lösen. Er habe im Gespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass die Staaten im Kampf gegen Bedrohungen zusammenarbeiten müssten.
Bushs Aufenthalt in Japan zum Auftakt einer Asienreise, die ihn auch nach Südkorea und China bringt, erfolgt rund drei Wochen nach seiner Rede zur Lage der Nation. Darin hatte Bush den Irak, Iran sowie Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet.
Unbeeindruckt von der wachsenden Kritik aus Europa und den arabischen Ländern hatte Bush dem Irak wiederholt mit einem Militärschlag gedroht. Immer mehr Europäer mahnen zur Besonnenheit, Araber warnen die USA vor einem militärischen Vorgehen, der sie die Sympathie der Araber kosten könnte.
Japan verspricht Reformen
Bei gemeinsamen Gesprächen versicherte Koizumi, Japan werde die wirtschaftlichen Reformen "unerbittlich" umsetzen. Bush sagte nach Angaben japanischer Regierungsbeamten, Washington werde Koizumis Strukturreformen weiterhin unterstützen. Eine starke japanische Wirtschaft sei wichtig für die ganze Welt.
Bush dankte Japan für seinen starken Beitrag nach den Terroranschlägen vom 11. September, die USA im Kampf gegen den Terror zu unterstützen. Tokio hatte Kriegsschiffe zur logistischen Unterstützung in den Indischen Ozean geschickt.
Koizumi habe ferner seine Unterstützung für Bushs Alternativplan zum Kyoto-Klimaschutzprotokoll ausgedrückt, hieß es. Beide Politiker hielten es für wichtig, die globale Erwärmung und andere Umweltprobleme anzugehen.