Chile: Pinochet ins Krankenhaus eingeliefert - DER SPIEGEL
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Chile Pinochet ins Krankenhaus eingeliefert

Chiles früherer Diktator Augusto Pinochet hat einen leichten Schlaganfall erlitten. Er liegt auf der Intensivstation eines Militärkrankenhauses, sein Zustand ist aber nach Angaben der Ärzte stabil.
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Santiago de Chile - Der 89-jährige Pinochet ist am Donnerstag wegen einer leichten Durchblutungsstörung des Gehirns in das Militärkrankenhaus der Hauptstadt Santiago gebracht worden. Nach Angaben der Ärzte erholt sich der ehemalige Diktator gut. "Er hat nur zeitweise das Bewusstsein verloren", sagte sein ältester Sohn Augusto Pinochet Hiriart. Pinochet hat in den vergangenen Jahren öfters leichte Hirnschläge erlitten und leidet zudem unter Altersgebrechen wie Zucker und beginnender Demenz.

Gegen den ehemaligen Diktator liegen zahlreiche Anzeigen wegen Verbrechen während der Militärdiktatur von 1973 bis 1990 vor. Wegen der Aktion Condor, der grenzübergreifenden Verfolgung und Ermordung von Regimegegnern, steht Pinochet unter Anklage. Vor kurzem hatte ein weiterer Richter die Aufhebung seiner Immunität im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung beantragt. Pinochets Rechtsanwälte argumentieren, ihr Mandant sei für Strafprozesse zu krank.