Chronik Anschlagserie in Pakistan
21. August 2008 - Mindestens 78 Menschen sterben in der Stadt Wah im Nordwesten durch drei Selbstmordattentäter. Bei den Explosionen vor einer Waffenfabrik werden mehr als 100 weitere Menschen zum Teil schwer verletzt. Die radikalislamische Organisation Tehrik-i-Taliban, die als pakistanischer Ableger der in Afghanistan aktiven Taliban gilt, bekennt sich zu dem Anschlag.
19. August 2008 - Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Krankenhaus in Pakistans unruhiger Nordwest-Grenzprovinz kommen mindestens 32 Menschen ums Leben. Mindestens 20 weitere Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Die Gruppe Tehrik-i-Taliban bekennt sich zu dem Anschlag.
2. Juni 2008 - Bei einem Bombenanschlag auf die dänische Botschaft in Islamabad sterben mindestens sechs Menschen, mindestens 34 werden verletzt. Zwei Tage später bekennt sich das Terrornetzwerk al-Qaida zu dem Anschlag mit einer Autobombe. Er sei die Rache für die Veröffentlichung der "beleidigenden Karikaturen" des Propheten Mohammed gewesen.
11. März 2008 - Bei zwei Selbstmordanschlägen in der ostpakistanischen Stadt Lahore werden mindestens 27 Menschen getötet und 200 weitere verletzt. Der erste Anschlag gilt dem regionalen Hauptquartier des pakistanischen Bundeskriminalamts (FIA). Der zweite Anschlag ereignet sich in einer Werbeagentur in der Nähe der Residenz von Asif Ali Zardari, dem späteren Präsidenten Pakistans und Anführer der Volkspartei PPP. Er ist der Witwer der Ende Dezember 2007 ermordeten Ex- Premierministerin Benazir Bhutto.
2. März 2008 - Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten werden 40 Menschen getötet. Der Attentäter zündete seinen Sprengsatz während einer Stammesversammlung mit rund 1000 Teilnehmern in der südlich der Provinzhauptstadt Peshawar gelegenen Stadt Darra Adam Khel. Dort hatten Stammesführer die Versammlung einberufen, um über den Kampf gegen islamische Extremisten zu beraten.
17. Februar 2008 - Bei einem Anschlag auf das Büro eines unabhängigen Kandidaten für die Parlamentswahl sterben mindestens 37 Menschen, rund 90 Menschen werden verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte ein mit Sprengstoff beladenes Auto in das Wahlbüro in Parachinar im Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan gesteuert. Der Kandidat Rias Hussein Schah wurde nicht verletzt.
dpa