Chronik Nahost-Gipfeltreffen
Hamburg - Der Nahost-Friedensprozess, Anfang der neunziger Jahre vom damaligen israelischen Ministerpräsidenten Jizchak Rabin und PLO-Führer Jassir Arafat mit den Autonomie-Verträgen von Oslo eingeleitet, kam nach der Ermordung Rabins 1995 ins Stocken. Trotz einiger von den Rabin-Nachfolgern Benjamin Netanjahu und Ehud Barak noch erzielter Fortschritte waren die weiteren Verhandlungen von Rückschlägen begleitet. Eine Chronologie der wichtigsten Gipfeltreffen:
Januar 1997, Jerusalem: Unterzeichnung des Hebron-Abkommens über den Abzug israelischer Truppen. Trotz dieses Fortschritts kommt der Prozess unter dem neuen Ministerpräsidenten Netanjahu unter anderem wegen der Siedlungspolitik Israels und palästinensischer Terrorakte im Laufe des Jahres zum Stillstand.
Oktober 1998, Wye Plantation bei Washington: In einem Interims- Abkommen einigen sich Arafat und Netanjahu auf den Rückzug der Israelis aus besetzten Gebieten in drei Phasen. Arafat verpflichtet sich zur Terrorbekämpfung. Zwei Monate später suspendiert Netanjahu das Abkommen.
September 1999, Scharm al-Scheich: Der neue israelische Ministerpräsident Barak und Arafat unterzeichnen ein Abkommen zur Umsetzung des stagnierenden Wye-Abkommens. Als Stichtag für den Abschluss eines umfassenden Friedensabkommens wird der 13. September 2000 gesetzt.
Februar 2000, Paris: Barak und Arafat trennen sich nach einem Gespräch im Streit um den israelischen Rückzug aus dem Westjordanland.
Juli 2000, Camp David: Ein Gipfeltreffen zwischen Barak und Arafat unter Vermittlung von US-Präsident Clinton über ein Rahmenabkommen scheitert an der Jerusalem-Frage.
4. Oktober 2000, Paris: Ein nach dem Ausbruch blutiger Unruhen unter amerikanischer und französischer Vermittlung zwischen Barak und Arafat geführtes Gespräch über ein Waffenstillstands-Abkommen scheitert. Arafat verweigert die Unterschrift.