Chronologie Al-Qaidas Blutspur
2002:
11. April: Bei einem Anschlag auf die Synagoge der tunesischen Insel Djerba werden 21 Menschen getötet, unter ihnen 14 deutsche Touristen.
8. Mai: In der pakistanischen Hafenstadt Karachi reißt ein Selbstmordattentäter 14 Menschen mit in den Tod, unter ihnen elf französische Ingenieure. Der Attentäter lenkte sein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen einen Bus vor einem Hotel.
14. Juni: Bei der Explosion einer Autobombe vor dem US-Konsulat in Karachi werden zwölf Pakistaner getötet und etwa 50 weitere Menschen verletzt. Sechs Mitarbeiter der Botschaft erleiden leichte Verletzungen.
12. Oktober: Bei einem Doppelanschlag auf zwei von Touristen besuchte Nachtclubs auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sterben 202 Menschen, unter ihnen sechs Deutsche und mehr als 80 Australier. Für die Attentate wird die al-Qaida-nahe radikalislamische Gruppe Jemaah Islamiyah (JI) verantwortlich gemacht.
28. November: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel im kenianischen Mombasa sterben 18 Menschen, unter ihnen drei israelische Touristen. Fast gleichzeitig verfehlen zwei Raketen ein mit 261 Menschen besetztes israelisches Charterflugzeug, das von Mombasa aus startet.
2003:
12. Mai: Bei einem zeitlich abgestimmten Serienanschlag auf Wohngebiete von westlichen Ausländern in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 35 Menschen, 194 werden verletzt.
16. Mai: Bei einer Anschlagsserie in Casablanca werden 45 Menschen getötet. Die an fünf Orten in der marokkanischen Stadt gezündeten Sprengsätze richten sich gegen überwiegend von Juden und westlichen Ausländern besuchte Einrichtungen.
5. August: Die Explosion einer Autobombe vor dem Marriott-Hotel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta tötet zwölf Menschen, unter ihnen drei Ausländer. Die Ermittler machen wieder die Jemaah Islamiyah verantwortlich.
8. November: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Wohnanlage in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 17 Menschen. Mehr als hundert weitere werden verletzt.
15. und 20. November: Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen kommen in Istanbul 62 Menschen ums Leben. Ziele sind neben zwei Synagogen und dem Konsulat der britischen Regierung eine Filiale der britischen Großbank HSBC.
2004
11. März: Bei Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid sterben 191 Menschen und fast 2000 werden verletzt. Aus Marokko stammende Verdächtige der Anschläge sollen auch in die Anschläge von Casablanca verwickelt gewesen sein.
9. September: Bei einem Anschlag auf die australische Botschaft in Jakarta sterben neun Menschen, 182 werden verletzt. Zu dem Attentat bekennt sich Jemaah Islamiyah.
2005:
7. Juli: Bei einer Anschlagsserie in U-Bahnen und Bussen der britischen Hauptstadt London sterben mindestens zwei Menschen. Mindestens 150 Menschen werden teils schwer verletzt.
AFP