Clinton Begnadigung für vier verurteilte Frauen
Washington - Eine der Begnadigten war zusammen mit ihrem Ehemann, einem wohlhabenden Geschäftsmann aus Dallas, wegen eines Delikts mit der Droge Ecstasy verurteilt worden. Während er drei Jahre auf Bewährung erhielt, wurde sie zu 24 Jahren ohne Bewährung verurteilt.
Eine andere der Frauen war in Minneapolis von ihrem Freund in einen Drogenring hineingezogen worden. Sie wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt, weil sie sich weigerte, gegen ihn auszusagen. Bis zu ihrer Begnadigung saß sie zehn Jahre im Gefängnis.
Für ihre vorzeitige Freilassung setzte sich der Richter ein, der sie verurteilt hatte. Die Frau sei zwar eines Verbrechens schuldig gewesen, das Verbrechen habe aber nicht die Strafe gerechtfertigt, die er verpflichtet gewesen sei zu verhängen, erklärte Bezirksrichter David Doty dem Nachrichtensender ABC. Er bezog sich dabei auf Richtlinien, die in den achtziger Jahren vom US-Kongress erlassen wurden und die Mindeststrafen für eine Reihe von Drogendelikten vorschreiben. Die Richtlinien sind von einer ganzen Reihe Richter kritisiert worden, weil sie ihnen keinen Ermessenspielraum ließen. Über die anderen beiden Fälle wurden zunächst keine Einzelheiten mitgeteilt.