Clinton: "Schnattern" bis zum Ende - DER SPIEGEL
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Clinton "Schnattern" bis zum Ende

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Chappaqua/USA - Mit ein wenig Wehmut hat der scheidende Präsident Bill Clinton den Wahltag in den USA verfolgt. Ein wenig traurig sei er schon, dass er nicht mehr auf dem Stimmzettel stehe, sagte Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Chappaqua im Staat New York, wo sich seine Frau Hillary um einen Sitz im Washingtoner Senat bemüht. Aber er habe schließlich seine Zeit gehabt, und es sei eine gute Zeit gewesen, sagte der Präsident, der seinen Platz nach zweit Amtsperioden am 20. Januar für seinen Nachfolger räumen muss. Eine dritte Amtszeit lässt die Verfassung nicht zu.

Seinem Nachfolger versprach Clinton, die Amtsübergabe gut über die Bühne zu bringen, wer dies auch immer sei. Auch in den letzten Wochen im Amt werde er keine "lahme Ente" sein. Er werde sich weiter auf den Friedensprozess im Nahen Osten konzentrieren und an einer Verbesserung der Beziehungen der USA zu Nordkorea arbeiten. Einige hätten gedacht, dass er schon in den letzten Jahren eine lahme Ente gewesen sei. Doch er schnattere immer noch, sagte Clinton augenzwinkernd und fügte hinzu: "Ich werde auch noch die nächsten zehn Wochen schnattern."

"Lahme Ente" wird in den USA der Präsident zumeist in seiner zweiten Amtszeit genannt, oder wenn er mit einem Kongress zusammenarbeiten muss, der nicht von seiner eigenen Partei beherrscht wird, wie dies bei Clinton seit 1995 der Fall ist.