Clintons Comeback "Erzählt mir nichts über Klassenkampf"
Indianola - Auf einem Parteitreffen im US-Staat Iowa erklärten sieben von neun Bewerbern, sie seien stolz auf Clintons Leistung als Präsident vor allem in der Wirtschaft und wollten damit auch werben. Clinton selbst riss tausende von Aktivisten mit, als er in einer Rede vor allem die Steuerpolitik von Amtsinhaber Bush angriff.
"Erzählt mir nichts über Klassenkampf", sagte er. "Ich bin für Reichtum und Geschäfte. Ich denke, wir sollten alle zusammen aufwärts gehen." Die Wirtschaftspolitik Bushs begünstige aber nur die Reichen - auch ihn, nachdem er durch einen lukrativen Buchvertrag nach seiner Amtszeit reich geworden sei.
"Welches Opfer wird denn den Leuten abverlangt, die mehr als eine Million Dollar im Jahr verdienen?" fragte Clinton. "Es ist die Energie, die sie aufbringen müssen, um die Umschläge mit den Steuersenkungen zu öffnen." Von den US-Bürgern wüssten doch nicht fünf Prozent, dass sie Wohlhabenden wie ihm die Steuern gesenkt hätten und als Folge davon Kinder aus Betreuungsprogrammen geworfen werden.
"Sie bringen das nicht zusammen. Alles, was wir tun müssen, ist klar zu machen, wo die Unterschiede sind." In der Außenpolitik warf Clinton Bush vor, die Welt vor den Kopf gestoßen statt geeint zu haben. Im letzten Wahlkampf im Jahr 2000 hatte der demokratische Kandidat Al Gore weit gehend darauf verzichtet, Clinton zu erwähnen.