Costa Blanca Die Eta wollte wieder zuschlagen
Alicante/Madrid - Die Detonation ereignete sich in einer Ferienwohnung im ostspanischen Badeort Torrevieja an der Costa Blanca, teilte der spanische Innenminister Mariano Rajoy mit. Die mutmaßliche Terroristin Olaia Castresana hatte nach Angaben der Polizei möglicherweise eine Autobombe präparieren wollen. Bei der Explosion wurde die 20-Jährige völlig zerfetzt. Zudem sind acht Anwohner verletzt worden, darunter fünf Kinder, die in einem Schwimmbad im Hof des Gebäudes badeten. Sie wurden von umherfliegenden Glassplittern getroffen.
Der geflüchtete Komplize, der 24-jährige Anartz Oiarzabal, habe die Wohnung wahrscheinlich kurz vor der Explosion verlassen, teilte die Polizei mit. Das Paar habe sich in dem Urlauberort südlich von Alicante einquartiert und eine Serie von Terroranschlägen in Feriengebieten verüben wollen, wie sie die Eta in den achtziger und neunziger Jahren verübt habe, sagte Innenminister Rajoy. Es habe genügend Sprengstoff für wenigstens vier Anschläge gehabt.
Im März hatten Eta-Terroristen zwei Autobomben vor Urlauberhotels an der Costa Brava und in Gandia (bei Valencia) gelegt. Bei der Explosion einer der Bomben wurde ein Polizist getötet. Der zweite Sprengsatz wurde von der Polizei unschädlich gemacht.
Castresana und Oiarzabal waren bisher nicht bei Terrorakten in Erscheinung getreten. Sie wurden aber wegen Sabotageaktionen von Eta-Sympathisanten im Baskenland gesucht. Bislang sind 33 Eta-Terroristen bei der Explosion selbstgebauter Sprengsätze ums Leben gekommen.