Darfur Uno zieht Mitarbeiter ab
New York - Wie Uno-Sprecher Robert Sullivan gestern mitteilte, warnten Vertreter der Vereinten Nationen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum vor einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage. Nur dringend benötigtes Personal soll demnach vor Ort beiben. Im März hatten die Uno bereits auf Drohungen gegen Ausländer reagiert und ihr Personal aus der Region nach Geneina, der Hauptstadt von Westdarfur, zurückbeordert. In Darfur kämpfen seit Februar 2003 arabische Milizen gegen Rebellen afrikanischer Stämme. Dabei sind bislang schätzungsweise 180.000 Menschen ums Leben gekommen, rund zwei Millionen befinden sich auf der Flucht.
Am Samstag sollen Rebellen fünf Soldaten und zwei zivile Mitarbeiter der afrikanischen Friedenstruppen getötet haben, hieß es zudem in einer gestern veröffentlichten Erklärung des Uno-Sicherheitsrates. Die 15 Mitglieder des Rates kritisierten darin auch mehrere Angriffe der pro-sudanesischen Dschandschauid-Milizen auf Zivilisten. Die Täter müssten mit Reiseverboten, Kontensperrungen und andere Uno-Sanktionen rechnen, erklärte der Sicherheitsrat.